Monday, March 19, 2007

Jaipur


So, hier also endlich die News. Habe einen guten Internetspot gefunden und auch ausreichend Zeit vor der Yoga Stunde. Wo soll ich anfangen??? Unsere Gruppe ist supernett, seit gestern denke ich allerdings in Englisch und habe so etwas Muehe, in Deutsch zu schreiben. Nicht dass mein Englisch besser waere, aber mir fallen die Saetze nun erst in Englisch ein und ich uebersetze sie dann in Deutsch. Die australischen Girls haben mich unter ihre Fittiche genommen und schleppen mich ueberall mit hin. Wirklich liebe Maedels. Ein Tag ist schoener als der vorherige. Im Programm stand, dass die Hotels "real basic" sein wuerden - sie sind aber bis jetzt wunderschoen. Der absolute Hit war das Hotel gestern: wenn jemand eine Honeymoon-Unterkunft sucht, empfehle ich das Fort Madhogarh, Zimmer 105. Das Hotel ist in einem alten "Fort", eine Mischung aus Palast und Burg, die auf einem Felsen thront. In den Zimmern finden sich zum Teil noch Wandgemaelde, die mindestens 300 Jahre alt sein muessen. Mittags und abends haben wir im Innenhof gegessen, gefruehstueckt auf dem Turm. Und in unserer Pause haben wir uns in einem Erker geflaezt, gelesen und die Aussicht bewundert. Der absolute Hit war der Abend: Die Hotelbesitzerin hat uns Saris und den Jungs Turbane ausgeliehen, so fuehlten wir und bei indischer Musik und Essen wirklich koeniglich.Der Dreck, Geruch und die Armut stoert mich weniger als erwartet, vielleicht bin ich von Suedamerika oder anderen Laendern schon einiges gewohnt. Von den anderen (vor allem Maedels) kommt ziemlich oft ein "baeh" oder "igitt" bei Sachen, die mir gar nicht auffallen. Es stimmt schon, draussen ist alles sehr staubig und dreckig, die Erde ist mit Abfall gemischt, ueberall laufen Tiere (Kuehe, Affen, Esel, Schweine, Hunde) verwildert herum und die aermeren Kinder sind voellig verlaust. Die Busse sind dreckig und vor allem die Maenner spucken ueberall hin. Aber ich freue mich ueber die Kinder, die hellohello rufen, uns nachrennen, winken und das englische Alphabet herunterleiern. Mich stoert es nicht, wenn sie sich an mich klammern oder meine Hand nehmen, egal was sie vorher in der Hand hatten...sondern ich freue mich ueber ihre Begeisterung.Die ganzen Eindruecke sind einfach ueberwaeltigend, die Dromedare auf der Strasse, das Gewimmel der Maerkte, die bunt angemalten Trucks.Hier gibt es so gut wie keine Maschinen, wahrscheinlich weil die Arbeitskraefte so billig sind. Und diese arbeiten mit Webstuehlen und Naehmaschinen aus dem 18. Jahrhundert.Das Programm ist superorganisiert und zusammengestellt, ich kann Intrepidtravel waermstens empfehlen und wuerde jederzeit wieder einen Trip ueber sie buchen.

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